Bronze im Doppel bei DM

Deutsche Meisterschaften vom 2. bis 4.März 2018

4.März 2018

Luisa Säger und Jennie Wolf holen Bronzemedaille im Doppel bei Deutschen Meisterschaften im Tischtennis

Bei den 86. nationalen Deutschen Tischtennis Meisterschaften, die vom 2.3. bis zum 4.3. in Berlin stattfanden, erspielten sich die beiden Zweitligaspielerinnen des TTC 1946 Weinheim Luisa Säger und Jennie Wolf mit dem 3.Platz im Damen Doppel einen großen Erfolg.

Klare 3:1 Satzsiege gegen die für Niedersachsen spielenden Hajok/Seewöster und die für Bayern an den Tisch gehenden Schreiner/Tiefenbrunner bescherten den zwei TTC-Akteurinnen die Teilnahme am Halbfinale dieser Meisterschaften.

Dort trafen sie auf das Topgesetzte Doppel vom Erstligisten TV Busenbach Tanja Krämer und Jessica Göbel.

Nach verschlafenem 1.Satz, der mit 2:11 verloren ging, steigerten sich Säger/Wolf immer mehr und gewannen den 2.Satz mit 11:8. Nach tollen Ballwechseln im 3.Satz und beim Stande von 8:8 stand das Glück den beiden Weinheimerinnen nicht zur Seite, und durch zwei Kantenbällen verloren sie den Satz noch mit 8:11.
Wiederum umgekehrtes Bild im 4.Satz. Druckvolles Spiel bescherte Säger/Wolf einen klaren 8:2 Vorsprung der dann nochmals durch die zwei Routiniers auf der anderen Seite bis zum 10:7 verkürzt wurde. Aber ein toller Rückhandschlag von Jennie Wolf brachte ihnen den 2:2 Satzausgleich.
Im entscheidenden 5.Satz wurden bei 5.4 für Säger/Wolf die Seiten gewechselt, und auch bis zum 6:6 war das Match ausgeglichen. Kleine Unachtsamkeiten der beiden Spitzenspielerinnen des TTC 46 bescherten ihnen aber dann einen 6:10 Rückstand.
Ein klasse Vorhandtopspin von Luisa Säger war dann aber zuwenig, um die 2:3 Satzniederlage zu verhindern.
Trotz der Niederlage gegen das Top Doppel war die Freude über den Gewinn der Bronzemedaille riesengroß, und bei der abschließenden Siegesfeier strahlten beide dann auch wieder.

Im Einzelwettbewerb erspielten sich Luisa Säger und Jennie Wolf die Teilnahme am Viertelfinale.
Luisa Säger gewann mit 4:1 gegen die Hessin Tsutsui, und danach demontierte sie Sina Henning aus Berlin mehr als deutlich mit 4:0 Sätzen.
Im Viertelfinale kam es dann zum Duell gegen die 38-jährige und an Nummer 2 gesetzte Tanja Krämer.
Luisa lag schnell mit 0:2 Sätzen zurück, steigerte sich dann aber immer mehr und glich mit tollen Rückhandtopspins zum 2:2 Satzausgleich aus. Den 5.Satz holte sich dann wieder die abgeklärte Erstligaspielerin mit 11:6.
Damit stand Luisa unter dem Druck, den sechsten Satz unbedingt gewinnen zu müssen.
Sie spielte bis zum 8:4 taktisch überragend. Den Satzausgleich dicht vor den Augen kam Krämer aber immer besser in das Spiel, und bei 9:9 war Gleichstand angesagt.
Eine Vorhand, die knapp ins Aus ging, sowie ein Kantenball besiegelten die 2:4 Niederlage und das Aus im Viertelfinale.
Gleichwohl aber eine mehr als tolle Leistung von Luisa Säger, die freitags noch sehr starke Halsschmerzen hatte.

Jennie Wolf machte es auf ihrem Weg in das Viertelfinale sehr spannend. Nach einem 4:2 Erfolg gegen Monfardini aus Bayern kam es zum Spiel gegen Michaijova, die ebenfalls für Bayern startete.
3:3 nach Sätzen stand es, und Jennie musste in den Finaldurchgang und 7.Satz gehen, um gegen die Bundesligaspielerin des SV Kolbermoor in die nächste Runde zu gelangen.
Mit 0:4 lag Wolf schon zurück. Aber danach brannte sie ein regelrechtes Feuerwerk ab und erspielte sich 11 Punkte am Stück.
Michaijova war am Boden zerstört und auf der anderen Seite natürlich eine mehr als strahlende Jennie Wolf, die damit auch die Runde der besten Acht erreicht hatte.
Dort musste sie gegen die Weltranglisten-65. Sabine Winter antreten.
Die deutsche Nationalspielerin hat schon viele internationale und nationale Erfolge eingefahren und war daher auch der große Favorit in diesem Spiel.

Jennie Wolf verlor zwar mit 1:4 Sätzen, konnte aber in den ersten 3 Sätzen mehr als gut dagegenhalten.

Im Herrenbereich ging mit Tom Eise ein Youngster gegen die starke nationale Konkurrenz an den Start.
In der Qualifikation kam dann auch für Eise mit 3 Niederlagen das Aus schon recht früh.
Im Doppelwettbewerb spielte Tom dann aber wesentlich freier an der Seite von Kay Stumper.
Nach 0:2 Rückstand gewannen beide noch mit 3:2 gegen Borchardt/Schreyer, um dann aber im Viertelfinale nach gutem Spiel gegen die späteren Bronzemedaillen-Gewinner Mohr/Schabacker auszuscheiden.

Deutsche Meisterin der Damen wurde mit Han Ying die topgesetzte Spielerin.
Im Herreneinzel gewann Timo Boll seinen 12. nationalen Titel sehr souverän.

Für den TTC 46 Weinheim waren die deutschen Meisterschaften ein toller Erfolg mit dem 3.Platz im Doppel von Säger/Wolf und dem Einzug der beiden in das Viertelfinale.